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finvesto Jahresendversand 2019

Aschheim, 18. Dezember 2019

Wichtige Informationen und FAQs rund um den Jahresendversand und die Steuerbescheinigung an alle Kunden.

finvesto Jahresendversand 2017


Unterlagen Jahresendversand

Ab Anfang des Jahres 2020 erhalten alle Kunden zahlreiche Informationen von ebase automatisch in Ihrem Online-Postkorb zur Verfügung gestellt.

Der Jahresendversand umfasst folgende Unterlagen:

  • Jahresdepotauszug zum 31. Dezember 2019
  • Steuerbescheinigung 2019 (inkl. Erträgnisaufstellung) ggf. mit Verlustbescheinigung
  • ggf. eine Information über den Verlustausgleich 2019
  • ggf. elektronische Vermögensbildungsbescheinigung 2019

Hinweis: Diese Unterlagen werden ausschließlich im Online-Postkorb zur Verfügung gestellt. Ein postalischer Versand dieser Unterlagen erfolgt nicht.

Ab Ende April 2020 stellen wir Ihnen zudem zusammen mit dem Quartalsauszug umfangreiche Depotinformationen zur Verfügung. Diese Depotinformationen beinhalten unter anderem die Jahressteuerbescheinigung, die VL-Information und die individuelle Kostentransparenz (Ex-post-Kosteninformation).

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang folgendes: Für die Steuererklärung 2019 gelten die identischen Abgabefristen wie im vorangegangenen Jahr.

  • Sofern Sie Ihre Steuererklärung selbst anfertigen, endet die Abgabefrist zum 31. Juli des Folgejahres. Der Abgabetermin für die Steuererklärung 2019 ist somit der 31. Juli 2020 (§ 149 Abs. 2 AO).

  • Wird Ihre Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein vorgenommen, gilt folgende Abgabefrist: Während nach dem bisherigen „Fristenerlass“ eine Fristverlängerung über den 31. Dezember des Folgejahres nur aufgrund begründeter Einzelanträge möglich war, besteht nunmehr Zeit bis Ende Februar des Zweitfolgejahres, d. h. für das Jahr 2019 bis zum 28. Februar 2021.


Elektronische Vermögensbildungsbescheinigung (VL-Bescheinigung)

Seit dem 01.01.2018 ist eine Änderung im 5. Vermögensbildungsgesetz in Kraft getreten. Die Arbeitnehmer-Sparzulage kann künftig nicht mehr mittels der „Anlage VL“ in Papierform beantragt werden. Dafür wird eine elektronische Vermögensbildungsbescheinigung eingeführt.

Das bedeutet für Sie:

Wir stellen Ihnen zukünftig keine VL-Bescheinigung (Anlage VL) mehr postalisch zur Verfügung, sondern melden die Daten elektronisch an das zuständige Finanzamt.

Die elektronische Übermittlung für die Vermögenswirksamen Leistungen erfolgt spätestens bis Ende Februar des Folgejahres.

Beantragung der Arbeitnehmersparzulage:

Die Arbeitnehmersparzulage können Sie weiterhin über Ihre Einkommensteuererklärung beantragen (Mantelbogen Zeile 91 und Kreuz „Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage“). Eine Bescheinigung über Vermögenswirksame Leistungen ist nicht mehr notwendig.

Vorabpauschale

Die bisher aufwendige Thesaurierungsbesteuerung wird durch die Vorabpauschale abgelöst. Zukünftig wird für inländische und ausländische Investmentfonds, die keine oder nur eine geringe Ausschüttung im Kalenderjahr vorgenommen haben eine sog. Vorabpauschale als Besteuerungsgrundlage angesetzt.

Die Vorabpauschale ist eine pauschalisierte Mindestrendite, die sich am Basiszins der risikolosen Marktverzinsung der Bundesbank orientiert und jährlich am 2. Kalendertag des Folgejahres für das abgelaufene Kalenderjahr ermittelt wird.

Erhoben wird die Vorabpauschale nur, sofern eine positive Wertentwicklung des Investmentfonds vorliegt. Die Vorabpauschale ist somit auf den Wertzuwachs des Fonds im Kalenderjahr begrenzt.

Die vom Kunden zu leistende Steuer auf die Vorabpauschale als Bemessungsgrundlage (ggfs. unter Berücksichtigung von Teilfreistellungen bzw. NV-Bescheinigungen) wird bei ebase im Januar 2020 durch Stückeverkauf in Höhe der benötigten Steuerliquidität beglichen. Sollte dies nicht möglich sein, erfolgt eine entsprechende Meldung an das Finanzamt.

Die Vorabpauschale fließt Ihnen am 02.01.2020 für das Kalenderjahr 2019 zu.

Um einen Stückeverkauf zu vermeiden, empfehlen wir die Einrichtung eines Freistellungsauftrags.

Bei einem Verkauf der Fondsanteile wird die Vorabpauschale vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

Eine ausführliche Erklärung zur Vorabpauschale bietet das Video des BVI.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Jahresendversand

Was ist die Steuerbescheinigung?

Die Steuerbescheinigung dient Ihnen als Nachweis, über Ihre Kapitalerträge oder gegebenenfalls abgeführten Steuern, gegenüber dem Finanzamt. Der Aufbau der Bescheinigung ist von der Finanzverwaltung vorgeschrieben.


Wozu benötige ich eine Steuerbescheinigung?

Nach Abzug der Kapitalertragsteuer durch die Banken ist die Steuerpflicht oftmals bereits abgegolten. Sie brauchen Ihre Kapitalerträge daher nicht zwingend mit der Anlage KAP gesondert zu erklären. In einigen Fällen ist es dennoch vorteilhaft oder verpflichtend eine Steuererklärung abzugeben, z. B. wenn der Sparer-Pauschbetrag (Freistellungsauftrag) nicht vollständig ausgeschöpft wurde.


Bis wann kann ich die Verlustbescheinigung bestellen?

Sie können die Verlustbescheinigung für das laufende Kalenderjahr bis zum 15. Dezember bestellen. Eine Bestellung für vergangene Jahre ist leider nicht möglich. Bitte beachten Sie: Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche Frist und wird nicht von der ebase festgelegt.


Wozu dient die Verlustbescheinigung?

Mit Hilfe der Verlustbescheinigung können Sie - im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung - Verluste mit etwaigen Kapitalerträgen verrechnen, die bei unterschiedlichen Instituten entstanden sind.
Bitte beachten Sie: Durch die Verlustbescheinigung erfolgt kein Übertrag der Verluste ins Folgejahr. Die Verluste können dann auf Bankebene nicht mehr im Steuerabzugsverfahren berücksichtigt werden.


Mein VL-Vertrag ist endfällig – Was muss ich tun?

Das Ende der gesetzlichen Festlegungsfrist Ihres VL-Vertrages wurde auf Ihren Depotauszügen angedruckt.

  • Möchten Sie Ihren VL-Vertrag weiterhin besparen? Dann müssen Sie nichts tun, der Vertrag verlängert sich mit der nächsten Einzahlung automatisch. Im Folgevertrag unterliegen nur die neu angelegten Fondsanteile der gesetzlichen Sperrfrist.
  • Haben Sie uns vorab einen Verkaufsauftrag für Ihren zum Jahresende fälligen VL-Vertrag erteilt, wird Ihr Anteilsbestand am ersten Börsentag nach Sperrfristende veräußert. 
  • Haben Sie uns in Ihrem Verkaufsauftrag Ihre Bankverbindung mitgeteilt, erfolgt die Auszahlung durch ebase per Überweisung auf Ihr Bankkonto.
  • Haben Sie uns Ihren Verkaufsauftrag ohne Angabe einer Bankverbindung erteilt, erhalten Sie von der ebase einen Verrechnungsscheck zugeschickt.

Weitere Informationen rund um das Thema Vermögenswirksame Leistungen finden Sie in unseren FAQ.


Mir fehlt ein Depotauszug, warum?

Bei dem fehlenden Depotauszug handelt es sich um Ihren Jahresdepotauszug per 31.12. des vorangegangenen Jahres. Diesen werden wir Ihnen nach interner Prüfung durch unsere Revision schnellstmöglich zur Verfügung stellen.


Ich habe noch keine Unterlagen erhalten, an wen kann ich mich wenden?

Sollten Sie bis Mitte Mai die Unterlagen noch nicht erhalten haben, wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.


Was ist eine Vorabpauschale und wann kann diese anfallen?

Ab 2018 wird für inländische und ausländische Investmentfonds, die keine oder eine nur geringe Ausschüttung im Kalenderjahr vorgenommen haben, eine sogenannte Vorabpauschale als Besteuerungsgrundlage angesetzt.

Die Vorabpauschale ist eine pauschalisierte Mindestrendite, die sich am Basiszins der risikolosen Marktverzinsung der Bundesbank orientiert. Der für das betreffende Kalenderjahr anzuwendende Basiszins wird von der Finanzverwaltung veröffentlicht. Die Vorabpauschale wurde erstmalig am 02.01.2019 für das Kalenderjahr 2018 erhoben und wird jeweils am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres für das vorangegangene Kalenderjahr ermittelt.

Die Vorabpauschale wird nur erhoben, sofern eine positive Wertentwicklung des Investmentfonds vorliegt. Auf die Vorabpauschale ist ebenfalls der jeweilig gültige Teilfreistellungssatz anzuwenden.

Wie wird die Vorabpauschale ermittelt?

Die Vorabpauschale ist der Betrag, um den die Ausschüttungen eines Investmentfonds innerhalb eines Kalenderjahres den Basisertrag für dieses Kalenderjahr unterschreiten. Der Basisertrag wird ermittelt durch Multiplikation des Rücknahmepreises des Investmentanteils zu Beginn des Kalenderjahres mit 70% des Basiszinses. Der Basisertrag ist auf den Mehrbetrag begrenzt, der sich zwischen dem ersten und dem letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis zuzüglich der Ausschüttungen innerhalb des Kalenderjahres ergibt.

Beispiel Ermittlung der VorabpauschaleBetrag/Prozent
Wert des Fondsanteils am 02.01.2019100,00 Euro
Wert des Fondsanteils am 31.12.2019100,20 Euro
Ausschüttung je Anteil am 13.11.20191,00 Euro
Basiszins 20190,52 %
70 % vom Basiszins0,36 %
max. Basisertrag je Anteil (100 x 0,36 %)0,36
Wertsteigerung je Anteil0,20 Euro
+ Ausschüttung1,00 Euro
= Obergrenze1,20 Euro
abzgl. Ausschüttung je Anteil1,00 Euro
Vorabpauschale vor Teilfreistellung0,20 Euro
Aufnahme Teilfreistellung 30%
Vorabpauschale nach Teilfreistellung0,14 Euro

 

Wie berechnet sich der Veräußungsgewinn nach Teilfreistellung?

Für die Vorabpauschale kann maximal der Basisertrag i. H. v. 70% des Basiszinssatzes angesetzt werden. Die Wertsteigerung während des Kalenderjahres plus die Ausschüttung bildet die Obergrenze für die Vorabpauschale. Von dieser Obergrenze sind die Ausschüttungen des Jahres abzuziehen.

Beispiel VeräußerungsgewinnBetrag/Prozent
Kauf des Fondsanteils am 13.11.201899,50 Euro
Verkauf des Fondsanteils am 19.02.2020109,50 Euro
Veräußerungsergebnis vor Berücksichtigung Vorabpauschale10,00 Euro
abzüglich Vorabpauschale0,20 %
Veräußerungsergebnis nach Berücksichtigung Vorabpauschale0,36 %
Annahme Teilfreistellung 30%0,36
Veräußerungsergebnis nach Teilfreistellung6,86 Euro